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Inhalt
Nach einem Herzinfarkt kehrt der weltberühmte Dirigent Daniel Dareus in den Heimatort zurück. Daniel beschließt, länger zu bleiben und bewirbt sich um die Stelle des Kantors. Schon bald leitet der weltberühmte Dirigent den kümmerlichen Kirchenchor, in dem viele Mitglieder ihre Ecken, Kanten und (traurigen) Geschichten haben. Unweigerlich kommt es zu Konflikten, weil der Pfarrer um seinen Status als Platzhirsch bangt und Daniel ein Chormitglied vor dem prügelnden Ehemann zu schützen versucht. Aber trotz aller Widrigkeiten wächst mit dem Chor ein ganz neues Wir-Gefühl und viele Menschen erleben Heilung.
Thema
Der Film bietet Gesprächsstoff für eine ganze Reihe von Themen. Es geht um Gemeinschaft und unverarbeitete Konflikte, um persönliche Entwicklung und darum, die Herausforderungen des Lebens anzunehmen. Rollen, Abhängigkeiten, eingefahrene Verhaltensmuster werden aufgedeckt und aufgebrochen.
Ablauf
Schauen Sie den Film gemeinsam (Laufzeit: 132 Minuten). Der Film kann berühren: Nehmen Sie sich anschließend Zeit, um Eindrücke zu sammeln.
- Fragen und Gesprächsideen
1. Die Figuren
a) Was sucht Daniel in seinem Heimatdorf? Können Sie nachvollziehen, dass er seine Karriere drangibt?
b) Welche Entwicklung nimmt Inger, die Frau des Pastors? Inwiefern hilft der Chor ihr dabei?
c) Welche Rolle hat Pfarrer Stig Berggen zu Beginn des Films? Warum ändert sich das Verhältnis von ihm zu Daniel? Was irritiert Stig an der Entwicklung seiner Frau? Kennen Sie Paare, bei denen solche Veränderungen zur Trennung geführt haben? Wie lässt sich das verhindern?
d) Wie beurteilen Sie den Fahrradhändler? Welche seiner Eigenschaften bringen den Chor nach vorne, inwiefern ist sein Verhalten problematisch?
e) Warum fühlt sich Lena zu Daniel hingezogen? Wie verändert sie sich im Laufe des Films?
f) Warum ist es für Gabriella so schwierig, ihren Mann zu verlassen? Was würden Sie einer Frau wie Gabriella raten?
g) Welche Figuren entwickeln sich am wenigsten? Welche am meisten? - 2. Entwicklung
a) Wieso wirkten viele Lebensumstände und Rollen so festgefahren?
b) Welche Umstände festigen Rollen in Ihrem eigenen Leben, Ihrer Gemeinde oder Ihrem Umfeld? Inwieweit ist das positiv? Wo sehen Sie das problematisch?
c) Wünschen Sie sich manchmal einen Aufbruch, wie ihn einige Figuren in „Wie im Himmel“ erfahren? Was hindert Sie daran? Welche Bereiche Ihres Lebens würden Sie gerne ändern? Wie könnte der Hauskreis dabei helfen?
d) Der Film zeigt, dass entscheidende Impulse für persönliche Entwicklungen oft von außen kommen, z. B. durch Ereignisse, neue Methoden, geänderte Abläufe oder andere Menschen. Wieso spielen Impulse von Außen so eine große Rolle?
e) Wie offen sind Sie persönlich für äußere Einflüsse? Welche Impulse oder Herausforderungen könnten Sie in Ihrer Entwicklung weiterbringen? Was müssten Sie dafür tun?
f) Wo könnten Sie anderen solche Impulse geben?
g) Daniel reagiert relativ ruhig auf Defizite im Miteinander des Chores oder den Zuständen im Ort, greift nicht oder zögernd ein. Welche Rolle spielen Tempo, Geduld und Gelassenheit bei persönlicher Entwicklung?
h) Was heißt das für Sie persönlich und was für den Umgang mit anderen Menschen, die Entwicklung nötig haben?
i) Welche Erwartungen haben Sie an Gott, wenn es darum geht, unsere eigene Persönlichkeit zu erkennen und Dinge, die nicht optimal laufen, zu korrigieren?
Impuls
„Gott schreibt jedem Menschen seine Geschichte. ‚Du bist geliebt’ heißt das Vorwort jeder Geschichte.“
Petrus Ceelen, (*1943) ist katholischer Theologe und Gesprächstherapeut und war von 1992-2005 Aids-Pfarrer in Stuttgart.
• Wie denken Sie über das Zitat? Vorwörter werden oft überblättert und nicht beachtet. Inwiefern beachten Sie das „Vorwort Gottes“, wenn Sie über andere Menschen nachdenken?
Tobias Lang leitet Aufwind-Freizeiten, das Freizeitenwerk des Bundes Freier evangelischer Gemeinden.
