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Oftmals hält das Leben uns so in Atem, dass wir in Zeiten, in denen dann wirklich mal ein bisschen Freiraum vorhanden ist, so kaputt sind, dass wir Dinge tun, die uns nicht auftanken.
Wenn der Tag gelaufen ist, bricht man nur noch auf dem Sofa zusammen, greift nach der Fernbedienung und zappt durchs Programm. Aber mal ehrlich: Wie viel neue Energie haben Sie nach einem Abend vor dem Fernseher wirklich? Sagen Sie: „Aaaach, das hat mir so gut getan, das hat mich so erfrischt und so aufgetankt, das muss ich morgen unbedingt wieder machen“? Ist das in der Regel so?
Dabei gibt es ja wirklich Dinge, die unseren Energiespeicher wieder auffüllen. Es gibt Aktivitäten, die uns erfrischen. Jeder hat solche Dinge schon erlebt. Sie berühren unsere Seele, sie tun uns gut auf einer ganz tiefen Ebene. Es kann sein, dass es das Glas Wein mit Freunden ist oder das Hören einer Anbetungs-CD. Ein Bild malen oder in die Sauna gehen. Im Garten wühlen, einen Waldspaziergang machen oder ein heißes Bad nehmen.
Das Problem daran ist nur: Wenn wir kaputt sind, haben wir häufig keine Energie mehr zu fragen, was uns jetzt wieder auftanken würde. Und da ist der Griff zur Fernbedienung die Beschäftigung, die den geringsten Aufwand erfordert.
Dies führt aber zu einem Leben, bei dem wir immer mehr Energie verlieren und letztlich immer müder werden. Denn die Zeiten, die uns auftanken könnten, geben uns einfach nicht die Energie zurück, die wir brauchen. Gott hat uns so gemacht, dass uns bestimmte Aktivitäten wieder auftanken. Die Kunst besteht darin, diese auch wirklich regelmäßig zu tun.
Wie wäre es, wenn wir uns eine Liste mit den Dingen machen, die uns wirklich gut tun? Diese Liste sollten wir zu einem Zeitpunkt entwerfen, wenn noch Energie vorhanden ist. Und dann nehmen wir uns vor, innerhalb der nächsten sechs Monate jeden der aufgelisteten Punkte wenigsten einmal zu tun, wenn sich die zeitliche Gelegenheit ergibt. Mindestens einmal – besser zwei- oder auch dreimal. Wenn wir uns vorher überlegt haben, was uns gut tut, werden wir in der müden Phase einfacher unsere freie Zeit in das investieren, was uns wirklich auftankt.
Wie wäre es, wenn Sie dies in Ihrem Hauskreis, Ihrer Kleingruppe einmal zum Thema machen? Was tankt Sie auf? Und wie könnten Sie sich gegenseitig dabei unterstützen, diese Dinge auch wirklich zu tun? Damit die Hetze aus unserem Leben verbannt wird!
Jörg Ahlbrecht ist Ehemann von Andrea, Vater von Ronja und Hanna, und er arbeitet als Referent bei Willow Creek Deutschland.
